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Gold schwächelt – verliert der sichere Hafen an Bedeutung

14.05.2026
Gold galt über Jahrzehnte als Inbegriff des sicheren Hafens. Doch ausgerechnet in einer Phase geopolitischer Spannungen zeigt das Edelmetall Schwäche – und sorgt damit für Irritationen bei vielen Anlegern. Steigende Zinsen, ein starker US-Dollar und veränderte Kapitalströme stellen die klassische Rolle von Gold zunehmend infrage. Im Interview mit Börsenmoderator Andreas Franik ordnet Vermögensverwalter Andreas Glogger, Geschäftsführer von GLOGGER & PARTNER, die aktuelle Entwicklung ein. Warum konnte Gold gerade in einer geopolitischen Krise nicht wie gewohnt profitieren – und welche Faktoren haben diese Bewegung ausgelöst? Ein möglicher Treiber sind Verkäufe durch einzelne Länder, etwa zur Stabilisierung der eigenen Währung. Doch handelt es sich dabei um Einzelfälle – oder deutet sich ein struktureller Trend an? Zudem rückt die Stärke des US-Dollars in den Fokus. Bedeutet eine mögliche „Re-Dollarisierung“ Gegenwind für Gold – und wie beeinflussen steigende Zinsen das Edelmetall? Auch die Rolle der Zentralbanken wird beleuchtet: Wenn wichtige Käufer zurückhaltender werden oder sogar als Verkäufer auftreten, stellt sich die Frage nach neuen Impulsgebern für den Goldpreis.
